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Neurologisches Zentrum Bad Zwesten
Informationen zu Krankheiten Konzentrationsstörungen„Konzentrationsstörungen“ können auch PatientInnen zwischen 45 und 55 Jahren betreffen. Sie beklagen subjektiv empfundene Störungen von Konzentration und Gedächtnis mit erheblicher psychophysischer Leistungsminderung. Dieser Personenkreis mit „Konzentrationsstörungen“ ist mit Führungsaufgaben betraut (nicht unbedingt auf Leitungsebenen!), unter Leistungs- und Erfolgsdruck stehend, durch reaktiv-depressives Erleben und körperliche Erschöpfung geprägt. Durch die „Konzentrationsstörungen“ sind die Betroffenen gefährdet durch einen zunehmenden innerbetrieblichen Konkurrenzdruck mit Leistungsorientierung. Personal- und betriebspsychologisch hat die Thematik von „Konzentrationsstörungen“ außerordentliche und zunehmende Bedeutung. Interventionen in der gewünschten Richtung werden jedoch häufig unkritisch eingeleitet, bzw. in fachwissenschaftlich nicht nachvollziehbare „Konzepte“ „verpackt“, ohne Effizienz und nachvollziehbaren Erfolg für den oder die Betroffenen. Diagnostik, Differentialdiagnostik und Therapie von „Konzentrationsstörungen“ Die klinische Erfahrung bei der Behandlung von „Konzentrationsstörungen“ zeigt, dass die Kombination aus psychischer und physischer Belastung speziell bei Personen, die z. B. Führungsaufgaben wahrnehmen und unter entsprechendem Erwartungs- und Leistungsdruck stehen, zu Mischbildern aus psychophysisch bedingter Abnahme von Konzentration, Gedächtnis und Merkfähigkeit und mit Erschöpfungszuständen und hieraus resultierender Depression führen können. Aus diesem Kreislauf entwickeln sich zunehmend Insuffizienzgefühle mit entsprechender Fehleinschätzung des objektiv durchaus noch vorhandenen Leistungsvermögens. Diskrete „Konzentrationsstörungen“ sind im mittleren Lebensalter durchaus „normal“, werden jedoch unter den genannten Aspekten verändert erlebt und gewichtet. Um entsprechende Probleme zu entaktualisieren, erfordern diese „Konzentrationsstörungen“ eine gezielte Behandlung, nach entsprechender neuropsychologischer Diagnostik, in einem wissenschaftlich untermauerten neurologischen und/oder psychosomatischen Therapiekonzept. Die Vorgehensweise bei „Konzentrationsstörungen“ im Rahmen der neurologisch-psychosomatischen Abteilung der Hardtwaldklinik I am „Neurologischen Zentrum Bad Zwesten“ besteht in einem nach wissenschaftlichen Kriterien festgelegten neurologischen Rehabilitationskonzept unter Einbeziehung psychotherapeutischer Behandlungsformen (verbal und nonverbal). Das Konzept einer multimodalen Behandlung von „Konzentrationsstörungen“ könnte in Präventivmaßnahmen der jeweiligen Kostenträger (z.B. Betriebskrankenkassen) eingebettet werden (Coaching), u.a. im Sinne einer kurzfristigen stationären Intervention. Therapieangebote bei „Konzentrationsstörungen“: Neurologisch-psychiatrische Diagnostik und Therapie: Die Klinik verfügt über sämtliche Möglichkeiten gezielter und moderner neurologischer Diagnostik (EEG mit Langzeit-EEG, EMG/ENG, evozierte Potentiale, Doppler- und Duplex-Sonographie, transkranielle Magnetstimulation) in Verbindung mit neuroradiologischen Untersuchungsmöglichkeiten (CT, MRT, DSA, Myelographie, Nativröntgen, Ultraschall). Die Abteilung für die Behandlung von „Konzentrationsstörungen“ wird von erfahrenen Nervenärzten mit den Zusatzbezeichnungen „Psychotherapie“ und „Rehabilitationswesen“ geleitet. Der Chefarzt ist zusätzlich „Arzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin“. Die Verfolgung einer wissenschaftlich begründeten neurologisch-psychiatrischen Basismedikation ist ebenso gewährleistet wie akute Interventionsmöglichkeiten im Rahmen der Neurologischen Akutklinik (Neurologisches Zentrum). Neuropsychologische Diagnostik und Therapie bei „Konzentrationsstörungen“: Sie basiert auf pädagogischen, psychologischen und neuropsychologischen Prinzipien und Erfahrungswerten. Die NPT- MitarbeiterInnen haben langjährige Erfahrungen in entsprechenden Therapie- und Interventionsformen bei „Konzentrationsstörungen“. Angeboten werden belastungsmäßig abgestufte Gruppen- und Einzelsitzungen mit speziellem Arbeitsmaterial und PC-Training. Mit Literatur- und Software-Empfehlungen wird Beratung für Selbsthilfe und Eigentraining bei „Konzentrationsstörungen“ angeboten. Die Abteilung Psychologie in der Neurologie wird von einem Klinischen Neuropsychologen geleitet, drei weitere Dipl. PsychologInnen verfügen über diese Zusatzbezeichnung. Die MitarbeiterInnen haben jahrelange Erfahrungen in der Klinischen Neuropsychologie und Psychotherapie, speziell bei „Konzentrationsstörungen“. Sie verfügen neben ihrer langjährigen klinisch-psychologischen Erfahrungskompetenz über Zusatzausbildungen in anerkannten psychotherapeutischen Verfahren wie tiefenpsychologisch orientierter Gruppenpsychotherapie, Verhaltenstherapie, Gestaltpsychotherapie, und Familientherapie. Additiv werden zudem gängige Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Jacobson und Progressive Muskelrelaxation (PMR) angewendet, speziell erprobt für PatientInnen mit „Konzentrationsstörungen“. Konzentrationsstörungen: Physikalische Therapie Die Abteilung ist direkt in das Rehabilitationskonzept eingebunden. Neben klassischen Behandlungsformen wie Massagen, Fango und Hydrotherapie mit Entspannungseffekten werden adjuvante Methoden wie Akupunkturmassagen, Fußreflexzonenmassagen, Interferenzstromtherapie und Lymphdrainage angeboten (seit neuem Laser-Behandlung in Zusammenarbeit mit der Abteilung Physiotherapie). Konzentrationsstörungen: Physiotherapie (Krankengymnastik) Die Abteilung verfügt bei einem psychosomatisch erkrankten Personenkreis über weitreichende Erfahrungen mit Methoden wie „Rückenschule“ (ergonomische Haltungsproblematik, Umgehen mit dem eigenen Körper), Manueller Therapie, Isometrie, Schwimmtherapie nach Macmillan, Atem- und Entspannungsgymnastik, Feldenkrais und Yoga. Konzentrationsstörungen: Sport- und Mototherapie Im Breiten- und Behindertensport werden moderne Sportarten erlernt und wiederentdeckt. Die Belastung wird auf die individuelle körperliche Leistungsfähigkeit abgestimmt (Gymnastikgruppen, sportliche Spiele, Herz-Kreislauf-Training, Schwimmen). Bewegung und Sport fördern die positive Beschäftigung mit dem eigenen Körper und das Vertrauen zu ihm, hier speziell bezogen auf das vielschichtige Phänomen von „Konzentrationsstörungen“. In der Körper- und Bewegungsarbeit kommen sportliche, entspannende und meditative Vorgehensweisen zur Anwendung. Aus dem Sport entlehnte Techniken werden bei der Bewegung auf dem Trampolin oder im Wasser, beim Bogenschießen oder bei der Bewegungsmeditation nutzbar gemacht. Konzentrationsstörungen: Problemstellung Es ist dem/der „Betroffenen“ mit „Konzentrationsstörungen“ zu vermitteln, dass er/sie „Schwierigkeiten“ in dieser Richtung entwickelt bzw. schon hat, dass er/sie „auffällt“ im Verhalten, dem Umgang mit ArbeitskollegInnen und Vorgesetzten, dass aber seine/ihre „Konzentrationsstörungen“ oder die Einschränkung der psychophysischen Leistungsbreite nicht Ausdruck von „Alter“ und/oder „nachlassender Leistung“ mit vielleicht „gefährlicher Situation“ im Arbeitsalltag sind, sondern immer wieder auftretende und sich akzentuierende Fehleinschätzungen der eigenen Leistung und besonders des Erlebens der eigenen Leistung. Diese Störungen, u.a. hier bezogen auf „Konzentrationsstörungen“, können nur einen temporären „Krankheitswert“ haben und sind durchaus behebbar, vorausgesetzt, auf Seiten des „Betroffenen“, des Arbeitgebers und des Therapeuten besteht Problembewusstsein in dieser komplexen Richtung mit dem Ziel von Akzeptanz und Klärung mittels multifokaler Therapie. Dies schließt eine interdisziplinäre Sicht des Problemfeldes, hier besonders bei „Konzentrationsstörungen“ unter Einbeziehung des Arbeitgebers bei einer präventiv und innovativ orientierten Kostenträgerschaft ein.
Ihr
Prof. Dr. F. L. Welter
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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